Regionales Geschirr für das Haus der Berner Burgergemeinde.

Projekttitel

Casino Bern Tabletop I

Jahr

2018 / 2019

Partner

Casino Bern Bistrobar ↗

Fotografie

Anders Stoos ↗

Produzenten

Kompetenzen

Konzeption
Design
Modelbau
Projektmanagement
Produktionsdaten
Produktionsbegleitung

Ausgangslage

Das Terroir des Tellers

Die Frage nach der Herkunft und den Produktionsbedingungen der Lebensmittel gehört in der Gastronomie inzwischen zum guten Ton. Doch bereits beim Teller selbst endet dieses Bestreben meist. Beim Tabletop für die „Bistrobar“ wollten wir diesem Anspruch konsequent Rechnung tragen.
In einer Keramikmanufaktur im nahen Westerwald fanden wir die in Europa fast verschwundenen Fachleute, die es verstehen, mit lokal vorhandenen Rohstoffen eine Keramik herzustellen, welche den hohen Ansprüchen der Gastronomie gerecht wird. Eigens für dieses Tabletop entwickelten wir gemeinsam eine Keramikmasse, welche dem hierzulande vorkommenden „roten Ton“ zu einer aussergewöhnliche Qualität verhilft.

Herangehensweise

13 Teile für Mittag- und Abendservice

Das vollständige Service besteht aus einer 6-teiligen Mittag- und einer 7-teiligen Abendkollektion. Für den schnellen Businesslunch sind die Gerichte einfacher und bodenständiger gehalten, das Team in der Küche ist kleiner, die Abläufe hektischer als am Abend. Dem trägt die Gestaltung der Mittagskollektion Rechnung. Die Formensprache ist geometrisch schlicht gehalten und macht die Kollektion zwanglos und zugänglich. Einzig der präzise Kragen zwischen Spiegel und Fahne setzt einen Akzent. Die reinweiss glasierte Mitte bildet einen neutralen und vielseitig nutzbaren Untergrund und setzt die Gerichte ins Zentrum. Alle weiteren Oberflächen sind roh belassen.

Die sanfte Wellenstruktur ist der Abendkollektion vorbehalten. Diese ist komplexer, anspruchsvoller und vielfältiger. Entsprechend dem gehobeneren Niveau der Abendkarte und der entspannteren Kulisse.

Alle Teile der Abendkollektion haben denn auch keine Rückseite, sondern können auf beiden Seiten verwendet werden. Dies verringert den Bedarf an unterschiedlichen Tellern in der Küche und ist unsere Antwort auf die Herausforderung, Keramik im manufakturellen Massstab in Mitteleuropa herstellen zu können. Statt in Billiglohnländer auszuweichen, wurde auf diese Weise der wirtschaftlichen Realität und unserem Anliegen der lokalen und fairen Produktion bereits im Kern des Designkonzepts begegnet.
Beide Kollektionen lassen sich auch gemischt verwenden.

Feedback

Mario Caretti

Dave Wälti

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